Wie ein Barcamp und eine Session Sinn machen. Eigenerfahrung konkret.

Vor einiger Zeit besuchte ich wieder ein Barcamp. Thema war eher nicht wirklich das Meine, aber inhaltlich wollte ich mir das schon gerne antun.

Eine Teilnehmerin bot, eher zögerlich und zurückhaltend, einen Sessionsvorschlag an.
Ihr Chef hatte sie beauftragt sich um ein neues Thema zu kümmern und daraus für das Unternehmen einen Projektplan inklusive Umsetzungsstrategie zu entwickel. Problem war dabei für sie, das das Thema für sie komplettes Neuland war und nur sporadische Kenntnisse vorhanden waren.
Offen berichtete sie den anderen Teilnehmern darüber und bat um Mitwirkung oder lenkende Hinweise. Flott kamen ca 20 Leute in einem Raum zur Session zusammen. Vorne stand sie, bewaffnet mit Flipchart, Stiften, sowie einer eher schüchternen Körperhaltung dafür mit jeder Menge Hoffnung.

Gleich kam die erste Erfahrung eines Teilnehmers. So etwas hatte ich mal und habe dies und das gemacht. Dazu ergänzte eine andere Person das sie Diesen und Jenen kenne der sich damit echt gut auskenne. Die Kontaktdaten dazu würde er gerne geben. Andere hatten in der Vergangenheit so etwas Ähnliches begonnen, aber dann aus diesen und jenen Gründen verworfen. Das motivierte wiederum andere Teilnehmer zu gedanklichen Lösungsansätzen wie man das in der Vergangenheit möglicherweise hätte vermeiden können.

Da ich selbst weder zum Thema noch aus der eigenen Erfahrung etwas beisteuern konnte konzentrierte ich mich voll und ganz auf die Dialoge und die wirklich befruchtenden Gedanken.
Die Sessionsgeberin hingegen fragte hier und da genauer nach, und schrieb dabei ganze drei Flipchartblätter voll.

Die Zeit von einer Stunde für die Session war schnell rum. Am Ende war das komplette Konzept gedanklich erfasst und Hürden, Lösungen sowie ein beträchtliches Erfahrungspotential gegeben.

SO wünsche ich mehr jede Session und zu nahezu jedem Thema. Dabei bekommt die Vokabel Schwarmintelligenz, die gepaart wird mit Schwarmerfahrung plötzlich eine konkrete werthaltige Bedeutung…